Thorsten Rood

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Inhalte
Vor Beginn des Studiums habe ich mir mein Taschengeld als Programmierer
aufgebessert. Dadurch erforderte die Bearbeitung der nachfolgenden Kurse
nicht sehr viel Aufwand. Wenn man als Anfänger ein Erstsemesterpaket aus den
Belegungsempfehlungen umsetzen möchte, sollte man bereits deutlich vor dem
Semesterbeginn anfangen, programmieren zu lernen.
Prüfungsanforderungen
Der Bereich praktische Informatik setzt sich zusammen aus Kursen, einer Programmieraufgabe und einer mündlichen Abschlussprüfung. Für das Vordiplom (Diplom II) sind folgende Hürden zu nehmen:
Kurse |
| 01578 |
PASCAL für Informatiker |
Die gleichzeitige Bearbeitung der beiden Programmierkurse 01578 und 01612 dürfte Anfängern etwas schwer fallen, da im 2-Wochen-Rhythmus die Aufgaben
eingereicht werden müssen, um Punkte für die Klausurzulassung zu erhalten.
Der Kurstext bezieht sich auf ein Lehrbuch, welches zur Bearbeitung der Aufgaben zwar notwendig ist, zuletzt aber 1995 überarbeitet wurde. Dadurch
wird der Inhalt zwar nicht schlecht, doch finde ich, dass auch das Erscheinungsbild eines Lehrtextes erheblich zum Verständnis beitragen kann -
oder auch nicht. Allerdings dürfte es inzwischen reichlich schwierig sein, überhaupt noch brauchbare "kommerzielle" Literatur zum
Thema PASCAL zu bekommen... |
| 01612 |
Konzepte imperativer Programmierung |
Als ein Ziel dieses Kurses gilt die saubere Umsetzung und Implementation von einfachen Problemstellungen. Von Anfang an wird deshalb ein entsprechender
Programmierstil vorgeschrieben und penibel kontrolliert. In einigen Punkten weicht diese Normierung zwar deutlich vom PASCAL-Marktführer Borland/Inprise
ab, doch prinzipiell ist der Ansatz auf jeden Fall gerechtfertigt. Um Missverständnisse in der Auslegung/Bewertung der Programmierrichtlinien zu
vermeiden, können die Aufgaben online - vorab - auf dem Webserver der FernUni getestet werden, um formale Macken auszubügeln.
Im zweiten Teil des Kurses werden Aspekte der Programmverifikation betrachtet. Die konkrete Umsetzung wird zwar schon bei kleinen Programmen
ohne Hilfsmittel zur Qual, doch helfen die vorgestellten Methoden und Ideen auf jeden Fall, Programmierfehler schneller einkreisen zu können.
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| 01663 |
Datenstrukturen |
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Zu den Standardproblemstellungen wie sortieren und Verwaltung dynamischer Mengen werden verschiedene Konzepte vorgestellt. Im vertiefenden Teil werden geometrische Probleme genauer besprochen.
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| Es spielt keine Rolle, in welcher Reihenfolge diese Kurse studiert werden. Ich empfehle die parallele Bearbeitung der ersten beiden
Kurse, da diese inhaltlich sehr verwandt sind und man dadurch den Bearbeitungsaufwand reduzieren kann. |
Klausuren |
| 1x |
Datenstrukturen oder Konzepte imperativer Programmierung |
| Eines der beiden Fächer muss durch eine erfolgreiche Klausurnote dokumentiert werden. Es ist sinnvoll, in beiden Kursen die Klausur zu
schreiben, um sich in Hinblick auf die mündliche Fachprüfung alle Optionen offen zu halten.
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| 1x |
PASCAL für Informatiker |
Für die Teilnahme am Programmierpraktikum ist der Nachweis von Programmierkenntnissen erforderlich. In meinem Fall wurde die Lösung der
Aufgabenstellung auf Basis von PASCAL verlangt, so dass der Schein in 01578 notwendig war.
In der letzten Zeit wird das Praktikum oft auf Basis von Java durchgeführt, so dass hier Unterschiede je nach Semester, zuständigem
Fachbereich und Themenwahl auftreten können.
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Prüfung |
21110 oder 21120
früher: C1805 |
mündliche Fachprüfung praktische Informatik, ~ 25 Min. Konzepte imperativer Programmierung oder Datenstrukturen |
Die Prüfung deckt genau den Komplementärteil zur Klausur ab. Nach meinem persönlichen Empfinden dürfte im Rahmen eines mündlichen
Interviews das Thema Programmierung leichter zu absolvieren sein, als die Behandlung von Algorithmen und Strukturen.
Der Lern- und Arbeitsaufwand für die Prüfung hielt sich jedenfalls in Grenzen - und 'ne zwei "für's Nix-tun" reicht mir völlig aus. |
Praktikum |
| 01580 |
Programmierpraktikum |
Im Rahmen des Praktikums muss eine Aufgabe in Einzelarbeit gelöst und mit Dokumentation eingereicht werden. Dafür steht ca. 2/3 des Semesters zur
Verfügung - ausreichend Zeit bei vernünftiger Planung. Als ich das Praktikum absolviert habe, galt es, in PASCAL einen Push-Down-Automaten
(vgl. theoretische Informatik B) zu programmieren, welcher seine Konfiguration aus einer externen Datei lesen sollte und auf sich selbst eine
dort ebenfalls enthaltene Eingabe anwenden musste und entweder mit akzeptierenden oder verneinenden Zustand enden musste.
Das ist vergleichbar mit einem Syntax-Parser, welcher sein Regelwerk aus einer externe Dateiquelle bezieht und dann eine Zeichenfolge auf Gültigkeit
prüfen muss.
Zur Vereinfachung durfte die Mehrheit der Dokumentation in den Source-Code verlagert werden; dafür wurde der verfügbare PASCAL-Befehlssatz stark
reglementiert. Ich habe mich kurzerhand für 4 Wochenenden eingeschlossen und in der Zeit meinen Lösungsvorschlag fertiggestellt. Die Lösung ist
zwar verbesserungswürdig, aber für einen Score von 94% hat's gereicht.
Für die Teilnahme am Programmierpraktikum muss die mündliche Fachprüfung in praktischer Informatik bereits erfolgreich abgelegt sein!
Die Bearbeitung des Hardwarepraktikums in derselben Zeit führt aus Zeitgründen zu leicht erhöhtem Adrenalinspiegel...
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| Version 2010.03.14 |
v1.11, 13.05.2006 |