Inhalte
Unser Mathelehrer pflegte immer zu sagen, dass uns die Mathematikvorlesungen
des ersten Semesters leicht fallen würden - schließlich sei unsere Schule ja
ein naturwissenschaftliches Gymnasium. Wenn ich unmittelbar nach dem Abitur mit
dem Studium gestartet wäre, hätte diese Behauptung sogar zutreffen können...
Die Mathematikvorlesungen sind - statistisch betrachtet - einer der
Hauptgründe für Frust im Informatikstudium. Zum einen wird hier relativ viel
Stoff in die Kurseinheiten gepresst, zum andern ist man ohne mentorielle
Unterstützung ziemlich aufgeschmissen.
Prüfungsanforderungen
Für das Vordiplom (Diplom II) sind folgende Hürden zu nehmen:
Kurse |
| 01181 | Mathematik für Informatiker I |
| In Teil 1 wird lineare Algebra (Geometrie/Vektorraum, Matrizen, Gleichungssysteme, Polynome) behandelt. |
| 01182 | Mathematik für Informatiker II |
| In Teil 2 wird Analysis (Folgen, Reihen, Integrale und Differentialrechnung) behandelt. |
| Zwischen beiden Kursen sind Querverweise zwangsläufig nicht zu vermeiden. Allerdings ist die Bearbeitungsreihenfolge relativ wahlfrei.
Es stellt keine Einschränkung dar, dass die beiden Kurse semesterweise nur im Wechsel angeboten werden. |
| 01183 | Mathematik für Informatiker III |
Der 3. Teil der Mathematikkurse war ursprünglich doppelt so umfangreich: Er besteht zur Hälfte aus dem Gebiet Numerik und zur anderen
Hälfte aus dem Gebiet Stochastik. Beide Inhalte wurden früher jeweils durch einen selbständigen Kurs abgedeckt und wurden künstlich
"zusammengebastelt". Zum einen entsteht dadurch keine echte Halbierung des Stoffumfangs, zum
anderen geht eine solche Kürzung zu Lasten des Verständnisses (fehlende Beispiele, knapp gehaltene Erklärungen). Der Numerik-Teil ist mir
leichter gefallen; gerade dessen letzte Kurseinheit ist sehr interessant. |
Klausuren |
| 1/3 |
Zu einem der drei Fächer muss eine Klausur geschrieben werden. In den Klausuren wird sehr viel Wert auf formale Genauigkeit gelegt. So kann man
durchaus an der Wiedergabe von Definitionen im Rahmen von Aufgabenstellungen scheitern und wichtige Punkte verschenken. Wenn man die
Klausuren der vergangenen Semester durcharbeitet und mit den Einsendeaufgaben des aktuellen Semesters in etwa klar gekommen ist,
stellen die Klausuren aber kein großes Problem mehr dar. Um sich alle Optionen offen zu halten, sollte man jede Klausur wahrnehmen,
eine Festlegung für die Prüfung kann später erfolgen. Ich persönlich habe den Fehler gemacht, Mathe II nicht unmittelbar nach Klausurtermin zur
mündlichen Prüfung anzumelden. Dadurch erhöhte sich hier der Arbeitsaufwand für die Prüfungsvorbereitung ganz erheblich. |
Prüfung |
2/3
aus
22110
22120
22130 |
Zwei der drei Fächer werden mündlich geprüft. Der Kursteil, welcher als Klausurnachweis verwendet wurde, darf nicht als mündliches Prüfungsfach gewählt werden. |
| Egal wie man es dreht und wendet - alle drei Fächer werden geprüft: zwei mündlich und das verbleibende Fach in Klausurform. Da man für die
Anmeldung zur mündlichen Prüfung bereits einen Schein "verschieden vom Prüfungsinhalt" haben muss, ist Mathe II i.d.R. das erste
Prüfungsfach. Mit Bearbeitung von Mathe III kann man sich dann überlegen, ob man Mathe I von vorne wiederholt und die Klausur in Mathe
III schreibt, oder sich auf eine mündliche Prüfung in Mathe III konzentriert. |
Materialien und Unterstützung