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Thorsten Rood
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Mathematik

Inhalte

Unser Mathelehrer pflegte immer zu sagen, dass uns die Mathematikvorlesungen des ersten Semesters leicht fallen würden - schließlich sei unsere Schule ja ein naturwissenschaftliches Gymnasium. Wenn ich unmittelbar nach dem Abitur mit dem Studium gestartet wäre, hätte diese Behauptung sogar zutreffen können...

Die Mathematikvorlesungen sind - statistisch betrachtet - einer der Hauptgründe für Frust im Informatikstudium. Zum einen wird hier relativ viel Stoff in die Kurseinheiten gepresst, zum andern ist man ohne mentorielle Unterstützung ziemlich aufgeschmissen.

Prüfungsanforderungen

Für das Vordiplom (Diplom II) sind folgende Hürden zu nehmen:

Kurse

01181Mathematik für Informatiker I
In Teil 1 wird lineare Algebra (Geometrie/Vektorraum, Matrizen, Gleichungssysteme, Polynome) behandelt.
01182Mathematik für Informatiker II
In Teil 2 wird Analysis (Folgen, Reihen, Integrale und Differentialrechnung) behandelt.
Zwischen beiden Kursen sind Querverweise zwangsläufig nicht zu vermeiden. Allerdings ist die Bearbeitungsreihenfolge relativ wahlfrei. Es stellt keine Einschränkung dar, dass die beiden Kurse semesterweise nur im Wechsel angeboten werden.
01183Mathematik für Informatiker III
Der 3. Teil der Mathematikkurse war ursprünglich doppelt so umfangreich: Er besteht zur Hälfte aus dem Gebiet Numerik und zur anderen Hälfte aus dem Gebiet Stochastik. Beide Inhalte wurden früher jeweils durch einen selbständigen Kurs abgedeckt und wurden künstlich "zusammengebastelt".
Zum einen entsteht dadurch keine echte Halbierung des Stoffumfangs, zum anderen geht eine solche Kürzung zu Lasten des Verständnisses (fehlende Beispiele, knapp gehaltene Erklärungen). Der Numerik-Teil ist mir leichter gefallen; gerade dessen letzte Kurseinheit ist sehr interessant.

Klausuren

1/3 Zu einem der drei Fächer muss eine Klausur geschrieben werden. In den Klausuren wird sehr viel Wert auf formale Genauigkeit gelegt. So kann man durchaus an der Wiedergabe von Definitionen im Rahmen von Aufgabenstellungen scheitern und wichtige Punkte verschenken. Wenn man die Klausuren der vergangenen Semester durcharbeitet und mit den Einsendeaufgaben des aktuellen Semesters in etwa klar gekommen ist, stellen die Klausuren aber kein großes Problem mehr dar.
Um sich alle Optionen offen zu halten, sollte man jede Klausur wahrnehmen, eine Festlegung für die Prüfung kann später erfolgen. Ich persönlich habe den Fehler gemacht, Mathe II nicht unmittelbar nach Klausurtermin zur mündlichen Prüfung anzumelden. Dadurch erhöhte sich hier der Arbeitsaufwand für die Prüfungsvorbereitung ganz erheblich.

Prüfung

2/3

aus
22110
22120
22130
Zwei der drei Fächer werden mündlich geprüft. Der Kursteil, welcher als Klausurnachweis verwendet wurde, darf nicht als mündliches Prüfungsfach gewählt werden.
Egal wie man es dreht und wendet - alle drei Fächer werden geprüft: zwei mündlich und das verbleibende Fach in Klausurform. Da man für die Anmeldung zur mündlichen Prüfung bereits einen Schein "verschieden vom Prüfungsinhalt" haben muss, ist Mathe II i.d.R. das erste Prüfungsfach. Mit Bearbeitung von Mathe III kann man sich dann überlegen, ob man Mathe I von vorne wiederholt und die Klausur in Mathe III schreibt, oder sich auf eine mündliche Prüfung in Mathe III konzentriert.

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