Über die Stadt
Remscheid gehört zu den wenigen Seestädten ohne Hafen Bei einer Lage von 350 m ü. NN
haben wir aber trotzdem genug Wasser - allerdings kommt dies meistens von oben. Hier bin ich
1975 geboren und knapp 18 Jahre aufgewachsen.
Stadtrechte hat Remscheid "schon seit Ewigkeiten" und wurde im Laufe der Geschichte aus vielen
Ortschaften zusammengelegt. So ist es nicht verwunderlich, wenn das Stadtbild sehr zerrissen und im
Luftbild keine zusammenhängende Fläche zu erkennen ist.
Manchmal könnte man meinen, dass zwischen den Stadtteilen ein fortwährender Kleinkrieg herrscht, denn
niemand sagt von sich, er sei ein Remscheider, mal trifft vielmehr auf Äußerungen wie: "Ich komme aus
Lennep", "...Hohenhagen", "...Lüttringhausen". (Zu Vervollständigung: bei mir hieß
es "...Hasten", obwohl ich nach Postleitzahleneinteilung zur Stadtmitte gehörte.)
Neben historischen Stadtvierteln kann man in Remscheid fast besser einkaufen als in der direkten und
größeren Nachbarstadt Wuppertal. Das große Einkaufszentrum Allee-Center gibt es ja erst seit
Mitte der 80er-Jahre (mit Zusatzanbau Mitte der 90er) und passt sich sehr gut in die Einkaufsstraße ein.
Stadtgeschichten
Traurige Berühmtheit erlangte Remscheid 1988, als ein Militärflugzeug der amerikanischen Streitkräfte im
Tiefflug im wahrsten Sinne des Wortes "den Berg getroffen" hat und über der Stockder Straße
abgestürzt ist. Unsere Wohnung befand sind in Bezug auf die Höhelage genau eine Querstraße unterhalb, was uns
jedoch nicht davor schützte, dass das rechte Triebwerk unser Dach durchschlagen hatte und in der Decke
zwischen Speicher und 1. Stock schließlich stecken geblieben war.
Glücklicherweise wurde niemand körperlich verletzt, aber es war schon sehr spannend, in den folgenden Tag
schulfrei zu haben, da die Gegend kurzerhand zum militärischen Sperrgebiet erklärt wurde.
Die bekanntesten Söhne der Stadt sind Wilhelm Conrad Röntgen und die Gebrüder Mannesmann.