Techno & House
Es ist schon traurig, was im Radio und Fernsehen als Techno angepriesen wird - vieles davon
entpuppt sich bei genauerer Betrachtung dann nur als Popmusik mit schnelleren Rhythmen. So suggeriert eine
Sendung wie die MTV Clubrotation, dass dort repräsentative Clubmusik gespielt werde.
Leider ist es doch eher Mainstream. Das hat mit den Wurzeln von Techno für mich nichts gemeinsam und damit sehr
langweilig.
Glücklicherweise gibt es auch Labels, die Vinyls/CDs auf den Markt werfen, welche ernsthaft
die Klassifikation "Techno" oder "House" erfüllen (Bonzai, Tetsuo, Overdrive, usw.).
Dieser Stil, welcher den für mich interessanten Kern von Techno und House ausmacht, ist oft nur in den
Clubs zu hören und noch viel schwieriger auf Tonträger zu bekommen.
Eine herausragende Figur der DJ-Szene ist für mich Steve Mason. Ohne seine regelmäßige Session
Steve Mason's experience auf BFBS London wäre ich damals wahrscheinlich nie zum Fan dieser Musik
geworden. Leider kann man BFBS nicht über Satellit empfangen und die Sendung ist Anfang 2001 leider auch
eingestellt worden. Aber immerhin bleibt ja - zu ausgewählten Stunden - noch der Sender
sunshine-live.
Mayday
Wenngleich schon sehr kommerziell ausgelegt, bleibt eines der wichtigsten
Events der Technoszene die Dortmunder Nacht in den Maifeiertag:
die Sommer-
Die Mayday ist zu einer festen Institution geworden. Die installierte Licht- und Soundtechnik fasziniert
schon wegen der absoluten Dimensionen. Eine höhere Qualität (auch und gerade in Hinblick auf das
Line-Up der DJs) findet man in Europa nur schwer. Selbstverständlich gilt bei jeder Veranstaltung
der Grundsatz größer, lauter, besser - und i.d.R. wird man dieser Philosophie auch gerecht.
Pet Shop Boys
Es gibt auch ein Leben neben dem Techno: Seit Veröffentlichung der ersten Single stapeln sich bei
mir die CDs der Pet Shop Boys im Regal. Bemerkenswert finde ich, welcher Entwicklung die Musik von Neil
Tennant und Chris Lowe innerhalb der vergangenen Jahrzehnte unterlag, immerhin sind die
beiden seit 1984/85 regelmäßig in den Charts vertreten und per Definition bereits
Oldie. Jede CDs ist anders und für sich ein kleines Kunstwerk.
Poison Club
Der Club, welcher meinem bevorzugten Musikstil am besten gerecht wurde, war der Poison Club
in Düsseldorf (Rheingoldsaal). Neben den absolut genialen Öffnungszeiten (Sa 2200h
bis So 1500h) gab's hier regelmäßig LineUps mit Steve Mason, Hooligan,
Tom Wax, Moguai, King-O, Errik, Taucher, Mario de Bellis, Nathalie de Borah, u.v.a.m.
Wegbeschreibung (kennt eigentlich jeder):
- mit ÖPNV bis D'dorf HBF
- zum Ausgang Konrad-Adenauer-Platz
- auf dem Bahnhofsvorplatz um 180° umdrehen
- 20m links